Charaktere am Abgrund
Im Zentrum steht Inken Frise – eine Frau, die alles verliert und dabei sich selbst findet. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihrem verschwundenen Mann und der Verpflichtung zur Wahrheit, zwischen ihrer Rolle als Mutter und als Journalistin, verkörpert sie den modernen investigativen Journalismus in seiner kompromisslosesten Form.
An ihrer Seite Frederick von Neustadt, ein Polizist alter Schule, der lernen muss, dass Regeln manchmal gebrochen werden müssen, um das Richtige zu tun. Ihre unwahrscheinliche Allianz wird zur letzten Hoffnung einer Stadt am Rande des Chaos.
Und im Schatten lauert Chen Jining, ein brillanter und skrupelloser chinesischer Geheimdienstagent, dessen Pläne weit über Hamburg hinausreichen. Ein Gegenspieler, der nicht mit Gewalt, sondern mit Intelligenz und Geduld operiert – und damit umso gefährlicher ist.
Atmosphäre und Setting
Der Roman nutzt Hamburg nicht nur als Kulisse, sondern als lebendigen Charakter. Von den gläsernen Türmen der HafenCity über die historische Speicherstadt bis zu den Containerterminals am Hafen – die Stadt wird zum Schlachtfeld eines unsichtbaren Krieges. Die vertraute Umgebung verwandelt sich in eine Bedrohung, wo jeder Mitbürger zum potentiellen Feind werden kann.
Die präzise Recherche über Hamburgs Infrastruktur, politische Strukturen und internationale Handelsbeziehungen verleiht der Geschichte eine beunruhigende Authentizität. Man fragt sich beim Lesen immer wieder: Könnte das wirklich passieren?
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